Von der Flaniermeile zur Verkehrsinsel

Das Lokstedter Zentrum ist historisch gewachsen. Es umfasst den einst dörflich geprägten Ortskern im Bereich der Grelckstraße, heute noch gelegentlich Dorf genannt, und reicht bis hin zur ehemaligen Haltestelle der Straßenbahn am Siemersplatz. Sowohl den einstigen Behrmannplatz mit der Friedenseiche als auch den groß-dimensionierten Siemersplatz gibt es so nicht mehr.

Nachwie vor aber erstreckt sich das Zentrum über etwa 900 m. Bis in die 1930er Jahre eine Flaniermeile für Ausflügler aus Hamburg, die sich am Wochenende in Lokstedt in den Cafés, Restaurants und Tanzsalons vergnügten und in den mannigfaltigsten Geschäften einkauften.

Seither hat sich die Lage grundlegend geändert. Das Lokstedter Zentrum wird heute im Bereich Siemersplatz / Vogt-Wells-Straße stark vom Verkehr beeinflußt, die ehemals am Behrmannplatz endende Vogt-Wells-Straße wurde Mitte der 1970er Jahre über die Julius-Vosseler-Straße verlängert. Sie dient seither als Anbindung der nord-östlichen Stadtteile Hamburgs an die Autobahn A7.

Das Lokstedter Zentrum bietet derzeit kaum mehr Attraktivität oder Aufenthaltsqualität, zudem bietet es nur wenige Parkplätze und wird nur noch wenig frequentiert.

Die letzten Umbauarbeiten am Siemersplatz kosteten weiteren öffentlichen Raum. Für Kinder und Senioren wird es gefährlich. Es ist nunmehr eine reine Kreuzung und schon lange kein Platz mehr.

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