Was wir von der Politik erwarten

Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke 2012 gegenüber dem Niendorfer Wochenblatt: „Weil wir demografische Entwicklungstendenzen erkennen, diese zur Steuerung nutzen und eine gesunde soziale Mischung fördern wollen, werden Niendorf, Lokstedt und Schnelsen attraktiven Wohnraum und die dazugehörige Infrastruktur für junge Familien genauso wie für unsere ältere Generation bieten. Mir ist dabei besonders wichtig, dass die Stadtteile ihren ganz eigenen Charme nicht verlieren.“

Wahlversprechen einlösen

Im letzten Wahlkampf (2011) warb die SPD mit dem Thema Zentrenentwicklung. In den Mitteilungen aus dem Distrikt Lokstedt steht unter der Überschrift Behrmannplatz DRK-Fläche: „Hier bieten sich große Chancen für die Entwicklung des Lokstedter Zentrums.“

Dieses Versprechen wurde dann in die Koalitionsvereinbarungen aufgenommen. Unter dem Titel: „Lebendiges Eimsbüttel: sozial, bürgernah, umweltbewusst“ von GAL und SPD heißt es: „Für diese Legislaturperiode (2011 – 2014) haben wir uns Folgendes vorgenommen: Maßnahmen zur Entwicklung und Stärkung der bezirklichen Zentren (Hoheluft, Osterstraße, Frohmestraße, Siemersplatz / Grelckstraße, Tibarg, Eidelstedt) sollen auf Grundlage des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzeptes weiterentwickelt und unterstützt werden. Die Attraktivitätssteigerung der Zentren ist wichtig für die weitere Entwicklung der Stadtteile.“

Es herrscht also Einigkeit darüber, dass Lokstedt ein attraktives Stadtteilzentrum braucht.

„Wollen wir hoffen, dass man trotz der angespannten Finanzlage der Stadt in der Lage ist, im nächsten Jahr etwas zu tun, damit Lokstedt endlich einmal ein richtiges Zentrum bekommt." Es ist nun schon 37 Jahre her, dass die Lokstedter Zeitung dies schrieb. Wir hoffen, dass es keine weiteren 37 Jahre bedarf endlich diese Forderung umzusetzten.

Ziele definieren

Politik und Verwaltung müssen sich klar zu dem Ziel bekennen, die Wiederherstellung eines echten Zentrums in Lokstedt im Bereich Behrmannplatz / Grelckstraße priortär zu verfolgen. Alle anderen Ziele - wie der Wohnungsbau - sind dem gegenüber nachrangig zu verfolgen. Nur so wird der Weg frei, dass die Verhandlungspartner wieder ernsthaft ins Gespräch kommen. Oberstes Ziel: Die DRK- und die THW-Fläche müssen für die Entwicklung eines Zentrums am Behrmannplatz genutzt werden.

Zentrum aufwerten

Das Lokstedter Zentrum ist bislang als Nahversorgungszentrum, als sogenanntes D3-Zentrum in der städtebaulichen Zentrenhierarchie ausgewiesen. Das bedeutet, dass hier lediglich die Nahversorgung gewährleistet werden soll.

Das ist zu wenig für den wachsenden Stadtteil Lokstedt.

Es muss für die Zukunft sichergestellt werden, dass Lokstedt – wie die anderen Eimsbüttler Stadtteile, ein Zentrum bekommt, das den primären Bedarf decken kann. Das Lokstedter Zentrum muss also zum Stadtteilzentrum, einem C-Zentrum in der städtebaulichen Zentrenhierarchie, aufgewertet werden.

Dabei versorgt ein solches Stadtteilzentrum einen Stadtteil mit 20.000 bis zu 50.000 Einwohnern im Einzugsbereich. Im Grundsatz soll dort der kurz- und mittelfristige Bedarf gedeckt werden, so dass eine Grundversorgung im periodischen Bedarf, teilweise auch im aperiodischen Bedarf, vorhanden ist.

Seit mehr als 30 Jahren fordern die Lokstedter Bürger ein attraktives Zentrum.

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