Baugrundstück ausgewiesen für den Gemeinbedarf

Vor mehr als 50 Jahren wurden dem Deutschen Roten Kreuz Flächen im alten Kern Lokstedts am Behrmannplatz zur Verfügung gestellt.

An diesem historischen Ort siedelte sich 1960 der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes an. Und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass das DRK dieses Grundstück unentgeltlich erhielt. Bis dahin hatte es behelfsmäßig in Baracken auf einem stadteigenen Grundstück am Harvestehuder Weg residiert, auf das es 1957 der Gerlingkonzern abgesehen hatte. Der Versicherungskonzern zahlte den Kaufpreis für das Behrmannsche Grundstück und den nötigen Straßenausbau; zudem finanzierte er den Bau des Verwaltungszentrums zu Vorzugskonditionen. 

Nach mehr als 50 Jahren signalisierte das DRK wegziehen und verkaufen zu wollen. Ein Verkaufspreis von über 9 Millionen Euro für das 13.000 qm große Grundstück schien dem DRK denkbar. Das sind 700 Euro pro Quadratmeter, ein Preis der in der Vergangenheit nur in wirklichen Top-Lagen, etwa in Uhlenhorst, bezahlt wurde. 

Doch der neugewählte SPD-Senat machte dem DRK einen Strich durch diese Rechnung. Bürgermeister Olaf Scholz forderte den Bau von Sozialwohnungen ein. Zukünftig sollen 20 Prozent der jährlich 6000 neuen Wohnungen, die in Hamburg gebaut werden, klassische Sozialwohnungen sein. 

Und der Bezirk Eimsbüttel setzte dies umgehend um: 
Für die zukünftige Bebauung des DRK- und des THW-Gelände bedeutet dies, mindestens 50 Sozialwohnungen in die Planungen einzubeziehen. Dadurch wurde der Wert des Grundstücks naturgemäß beeinträchtigt. 

Als Bauträger von Sozialwohnungen bot sich die SAGA an, sie bietet dem DRK mit einem Kaufangebot von 5,4 Millionen Euro immerhin mehr als 415 Euro pro Quadratmeter. Doch im Vergleich mit den erträumten 700 Euro kein wirklich befriedigendes Angebot. 

So kam es vor Weihnachten 2011 zum Abbruch der Verhandlungen. Das DRK will nicht verkaufen, weil ihm der derzeitig zu erzielende Verkaufserlös zu gering wäre.

Das DRK droht, unter den gegebenen Umständen überhaupt nicht zu verkaufen und für Jahre am Standort zu bleiben. Es scheint, der Verkaufserlös von 9 Millionen Euro ist fest eingeplant. 

Doch Lokstedt kann nicht weitere Jahre auf ein Stadtteilzentrum warten! Es ist wichtig für die Lokstedter Bevölkerung ein Zentrum zu haben, welches durch den Verkehr genommen wurde.

Es ist die letzte Chance seinen alten Dorfplatz wieder in Besitz zu nehmen und dem Stadtteil sein Zentrum zurück zu geben. Das geltende Baurecht: Baugrundstück für den Gemeinbedarf!

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